Walzzeichen auf der Schiene:
BURBACH 1864
Hersteller:
Saarbrücker Eisenhüttengesellschaft zu Burbacher Hütte; Saarland.
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Lesart nach Beispiel oben:
BURBACH = Name des Herstellers
1864 = Beispielhaft das Jahr der Produktion
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Weitere Informationen:
- Am 22. Juni 1856 gründete ein Konsortium luxemburgischer Industrieller die Saarbrücker Eisenhüttengesellschaft – Société en participation des Forges de Sarrebruck als rein Belgisches Unternehmen.
- Schon 1857 wurde der erste Hochofen angeblasen
- Am 1. August 1858 beginnt die Schienenproduktion.
- Eine der ältesten bisher gefunden Schienen aus dem Jahr 1861 zeigt im Walzzeichen das Kürzel „SFS“ für „Société en participation des Forges de Sarrebruck“
- Im Jahr 1861 änderte sich die Rechtsform. Unter dem Namen Société Anonyme des Mines du Luxembourg et des Forges de Sarrebruck – Luxemburger Bergwerks- und Saarbrücker Eisenhütten-Aktiengesellschaft firmierte das Unternehmen nun als Aktiengesellschaft nach belgischem Recht.
- Am 9.02.1880: Burbacher Hütte erwirbt die Lizenz für die Erzeugung von Thomasstahl.
- Einstellung wegen erheblicher Garantieleistung an Rheinische Eisenbahn.
- Firmiert 1897 als „Luxemburger Bergwerks= und Saarbrücker Eisenhütten Aktiengesellschaft“ Hütte Burbach bei Saarbrücken.
- 1944 bis Anfang 1950 nach Kriegsschäden keine Produktion.
- 1971 Zusammenschluss Röchling-Burbach. Vereinigte Hüttenwerke Burbach=Eich=Düdelingen AG, Saarbrücken
- Die älteste auf Fotos belegte Schiene mit dem Walzzeichen BURBACH trägt die Jahreszahl 1861.
Zusatzzeichen im Walzzeichen:
Laut dem Anhang zu den Oberbauvorschriften (AzObv) der Deutschen Reichsbahn, Ausgabe 1954 wurden Schienen mit einem Zusatz im Walzzeichen versehen, wenn sie besondere Herstellungsmerkmale aufwiesen. Die Hersteller wählten hierfür unterschiedliche Zeichen.
- Die Burbacher Hütte verwendete für Schienen mit 90kg/mm² Zugfestigkeit eine veränderte Jahreszahl. Die erste und dritte Ziffer der Jahreszahl wurde entfernt. Anstatt „BURBACH. 1930“ wurde „BURBACH. 9.0“ auf die Schiene gewalzt. Bisher wurde keine Schiene mit einer solchen Kennzeichnung entdeckt.
- Bei Schienen mit 80kg/mm² Zugfestigkeit wurden die ersten beiden Ziffern der Jahreszahl im Walzzeichen weggelassen. Anstatt „BURBACH. 1930“ wurde „BURBACH. 30“ auf die Schiene gewalzt.

Die älteste bisher gefundene Schiene mit Walzzeichen Burbach wurde im Besucherbergwerk „Tiefer Stollen“ in Aalen-Wasseralfingen gefunden: Walzjahr 1861. Mit ihr wurde der Stollen an einigen Stellen ausgebaut.
Als einzige bisher bekannte Burbach-Schiene zeigt sie die Abkürzung SFS im Walzzeichen („Société en participation des Forges de Sarrebruck“). Der Firmenname wurde noch 1861 geändert.


Eine wachsende Spirale markiert den Produktionsmonat. In diesem Fall hat die Spirale bereits 10 Striche erreicht = Oktober.

Zusatzzeichen „ERSATZ“ im Walzzeichen. Die Schiene stammt aus einer Ersatzlieferung zu stammen und wurde entsprechend markiert.

Zusatzzeichen „-N9“ im Walzzeichen. Bedeutung nicht bekannt.

Zusatzzahl „16„. Bedeutung unbekannt.

Korrigiertes Walzzeichen. Die Walz wurde von 1935 auf 1936 abgeändert, indem der letzte Buchstabe durchgestrichen wurde. Es war offenbar einfacher, diese Ergänzung vorzunehmen als die Walze neu zu bestücken.

Fotos:





Alternatives Walzzeichen auf der Schiene:
BURBACH Бдж
Erläuterung am Beispiel oben:
Eine Schiene der Burbacher Hütte für die bulgarische Eisenbahn. 1944 und früher bezog die bulgarische Eisenbahn Oberbaumaterial aus dem Deutschen Reich, da in dem Argrarland eine eigene Stahlproduktion nicht in ausreichendem Maße vorhanden war. Als die Russische Armee im Zuge des WK II in Bulgarien einmarschierte, wurden weitere Lieferungen storniert. So kamen bereits produzierte Stücke in den deutschen Oberbau. Danke an Herr Ulrich Deuchler.
Das Profil ist T 70, wie zahlreich in Frankreich gesichtet.
Fotos:

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