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Vollständiges Walzzeichen auf einer Schiene:

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PEIG KLADNO 1908 MST

PEIG = Abkürzung für „Prager Eisenindustrie-Gesellschaft

KLADNO =Herstellername oder Herstellungsort

1908 = Herstellungsjahr

MST = Siemens-Martin Stahl

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Erwähnung in Dokumenten:

  • Erwähnung des Walzzeichens „KLADNO“ im Dokument: „Walzzeichen und besondere Kennzeichen der verschleißfesten Schienen; Abschnitt C: Schienen auf den Strecken der ehemaligen österreichischen Bundesbahnen und der sudetendeutschen Strecken von Lieferwerken, die nicht mehr für die Reichsbahn walzen„, herausgegeben von der Deutschen Reichsbahn, Reichsbahn-Zentralamt Berlin vom 1. Juli 1937:

Vollständiges Dokument mit 5 Seiten:

Auszug daraus:

Erwähnt werden die folgenden Walzzeichen (jeweils ohne Angaben zum Produktionsjahr):

Walzzeichen:Lieferwerk:Stahlart
Kladno T St  
Kladno M St
Kladno M O
Kladno T O
Kladno B St
Kladno Fl. St
Kladno P Eic
Kladno T St P Eic
Pel Ladno 10 T St
Kladno 88 T St
T St S Va P Eic Kladno
Prager Eisenindustriegesellschaft,  Poldi Hütte Kladno







O = tschech. Abkürzung f. Stahl


Buchstaben als Abkürzungen aus dieser Liste:

  • Bessemer Acél = Bessemer-Stahl (verwendet das ungarische Wort Acél für Stahl)
  • Martin Acél = Martin-Stahl (verwendet das ungarische Wort Acél für Stahl)

  • Die Poldi-Hütte wurde 1889 von dem Unternehmer Karl Wittgenstein gegründet. Sie befand sich gänzlich in seinem Besitz. Für die neue Firma wählte Wittgenstein den Namen Poldi, die Koseform des Vornamens seiner Frau Leopoldine. Das Kopfprofil dieser Frau wird bis heute als Logo des Unternehmens verwandt.
  • Ein Jahr später wurde das Unternehmen in eine Aktiengesellschaft unter der Firmierung Poldihütte, Tiegelstahlfabrik-AG umgewandelt. Die Transaktion fand mit Unterstützung der Böhmischen Escompte-Bank statt, die bis 1945 die Hausbank des Unternehmens blieb.
  • Um das Jahr 1900 wurde in der Poldi-Hütte der Poldihammer entwickelt, ein handliches Gerät zur Härteprüfung.
  • Wegen umfangreicher Rüstungsaufträge für das österreich-ungarische Heer während des Ersten Weltkriegs entschloss sich die Firmenleitung 1916 zur Errichtung eines Zweigwerks in Komotau. Mit dessen Errichtung wurde der Ingenieur Richard von Doderer beauftragt. Wegen des kriegsbedingten Mangels an Baumaterial konnte das Werk aber erst 1920, nach dem Kriegsende, in Betrieb genommen werden.
  • Nach der Annexion der Tschechoslowakei durch das Dritte Reich wurde die Poldi-Hütte Teil der Reichswerke Hermann Göring. Nach der Machtübernahme der tschecho-slowakischen Kommunisten 1948 wurde das Unternehmen verstaatlicht und in die Planwirtschaft eingegliedert.
  • Im Dezember 2017 meldete die Hütte wiederum Insolvenz an. Es folgten mehrere Versteigerungen und (versuchte) Übernahmen.
  • Aus Wikipedia: https://de.wikipedia.org/wiki/Poldi_(Unternehmen)

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