Walzzeichen auf der Schiene:
M.ST TESCHEN
Hersteller:
Teplitzer Walzwerke; seit 1886 im Besitz der Prager Eisenindustrie-Gesellschaft in Trzyniec bei Teschen (Teschen=Český Těšín (Třinec); Tschechien
.
Hinweis zur Lesart am Beispiel oben:
M.ST = Abkürzung für Martin-Stahl
TESCHEN = Stadt Teschen (Teschen=Český Těšín (Třinec); Tschechien
.
Erwähnung in Dokumenten:
- Erwähnung des Walzzeichens „TESCHEN“ im Dokument: „Walzzeichen und besondere Kennzeichen der verschleißfesten Schienen; Abschnitt C: Schienen auf den Strecken der ehemaligen österreichischen Bundesbahnen und der sudetendeutschen Strecken von Lieferwerken, die nicht mehr für die Reichsbahn walzen„, herausgegeben von der Deutschen Reichsbahn, Reichsbahn-Zentralamt Berlin vom 1. Juli 1937:
Vollständiges Dokument mit 5 Seiten:
Auszug daraus:

Erwähnt werden die folgenden Walzzeichen (jeweils ohne Angaben zum Produktionsjahr):
| Walzzeichen: | Lieferwerk: |
| Teschen B Ms Teschen B. St Trinec M O Trinec M St | Berg- und Hüttenwerk Gesellchaft Werk Teschen Werk Trinec |
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Weitere Informationen:
- „Die große Wende kam, als 1839 die Trzynietzer Eisenwerke gegründet wurden. Reiche Erzvorkommen, genügend Wasserenergie sowie unerschöpfliche Holzreserven in den Mährisch-Schlesischen Beskiden waren vorhanden. Deshalb hatte die Teschener Kammer dem Eigentümer, Erzherzog Karl von Österreich-Teschen, den Bau von Eisenwerken empfohlen.„
- Quelle Wikipedia: https://de.wikipedia.org/wiki/T%C5%99inec
- „Bereits 1876 wurde Wittgenstein in den Direktionsrat gewählt und 1877 zum Direktor bestellt. Nur wenige Jahre später war er auch deren Hauptaktionär. Unter Wittgensteins Führung übernahmen die Teplitzer Walzwerke 1884 dann die „Böhmische Montangesellschaft“. Die Teplitzer Walzwerke (Teplické válcovny a besemerovny) wurden 1872 in Zuckmantel (heute Pozorka) zur Herstellung von Grobblechen gegründet. Als erstes Walzwerk in Böhmen wurde das Bessemer-Verfahren der Stahlherstellung eingeführt. 1907 wurden Arbeiter und Produktion nach Kladno übersiedelt.“
- „1886 brachte Karl Wittgenstein die Teplitzer Walzwerke im Austausch für Aktien in die Prager Eisenindustrie-Gesellschaft ein und begründete damit das erste österreichische Eisen-Kartell. 1887 kaufte er die St. Egydi Eisen- und Stahl-Industrie-Gesellschaft in Niederösterreich; 1890 konzentrierte er die obersteirische Sensenindustrie mit den „Vereinigten Sensenwerken“ in Judenburg. 1889 gründete Karl Wittgenstein schließlich in Kladno die Poldihütte als privates Unternehmen. Er benannte die Firma nach seiner Frau Leopoldine.“
Quelle: Wikipedia: https://de.wikipedia.org/wiki/Karl_Wittgenstein#Aufstieg
Fotos:





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